Veröffentlicht in Allgemein, Schriftstellerin

Das Ende des Meeres

6. Begrüßung

kennt ihr das, diesen einen Ort, der euch ewig lang träumen lässt und den ihr niemals vergessen könnt? Es mag verrückt klingen, aber bei mir ist es Heiligendamm. Nicht einmal 39 Autominuten von Rostock entfernt liegt dieser wunderbare Ort, der mich gefangen genommen hat und seit dem auch nicht mehr gehen ließ. Hier fühlte ich mich frei und angekommen. Wie aus einem früheren Leben. Erst recht, als ich das Alexandrinnen-Cottage sah. Und genau dieser Ort, der mich so verzaubert hat, spielt eine große Rolle in meinem Fantasy Roman.

Wenn du mit dem Auto nach Heiligendamm abbiegst, spürst du es schon: das Meer. Du riechst das salzige Wasser und spürst die endlose Freiheit, ohne das Auto überhaupt verlassen zu müssen. Ein ganz und gar magischer Ort. Alte Villen, manche bereits wieder zu recht gemacht und andere wiederrum noch wie ein uralten Buch zwischen Bäumen, wartet und erzählt uns seine Geschichte. Ihre Erhabenheit ist fantastisch. Hier spürt man eine andere Zeit, die nie fort ist.

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Heiligendamm ist ein Stadtteil von Bad Doberan, obwohl dieser Stadtteil weit fort liegt von Doberan. Es ist der älteste Seebadeort Deutschlands, denn bereits 1793 erfolgte die Gründung. Da schießen wieder hunderte Bilder durch meinen Kopf von Damen und Herren, die einst hier entlang spaziert sind und sahen, was wir heute sahen, das Meer und den endlosen Horizont.

Wegen der von der See aus sichtbaren weißen Häuserreihe in Strandnähe auch die „Weiße Stadt am Meer“ genannt. Nach einer alten Sage haben Mönche bei einer Sturmflut gebet und daraufhin sei der Heilige Damm entstanden. Und tatsächlich, seine heutige Form hat der Ort einer Sturmflut im frühen 15. Jahrhundert zu verdanken.
Durch den G8 Gipfel 2007 wurde Heiligendamm und Rostock äußerst bekannt und erst da hörte ich zum ersten Mal von diesem Ort. Ich schrieb das erste Mal in einer alten Geschichte darüber, obwohl ich nie hier gewesen war.

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Viele namenhafte Gäste waren schon an diesem Ort, unter anderem Friedrich Schiller, Franz Kafka und Rainer Maria Rilke. Auf ihren Fußspuren zu gehen ist ein unglaublich spannendes Abenteuer, vor allem, wenn man bedenkt, das sie vielleicht ebenso wie ich auf der Seebrücke standen und ihren Blick über das Meer schweifen ließen. Und wie ich das Alexandrinnen Cottage entdeckten. Das Haus, welches alles veränderte…

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Dort sieht man es, versteckt zwischen Bäumen, dass wunderschönste Haus von allen. Um es zu erreichen, muss man sich auf ein kleines Privatgelände eines Hotels schleichen, was meine Freundin und ich fix unternahmen. Wir mussten es einfach sehen. Und dann durch einen kleinen Park, welcher friedlich und geheimnisvoll das Tor zum Anwesen bot. Dort versteckt zwischen Bäumen ein Pavillon aus Stein, beinahe schon von der Zeit verschluckt, aber immer noch da. Und ich fragte mich, welche Liebespaare sich vielleicht dort schon getroffen haben mögen und sich die ewige Liebe schworen.

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Das Cottage gehörte der preußischen Prinzessin und Großherzogin Alexandrine von Preußen (1803 – 1892). 50 Jahre lang nutze sie ihn als Witwensitz. 1839 wurde es von Großherzog Paul Friedrich in Auftrag gegeben, direkt auf einer Seeterrasse eine Villa bauen zu lassen.

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Es ist ein unbeschreibliches Gefühl das Haus zu sehen, still und majestätisch steht es zwischen den Bäumen und bietet einen unglaublichen Blick auf das Meer. Und ja, hier ist wirklich das Ende des Meeres, wo wie heimlich genannt wird. Das Haus am Ende des Meeres. In meinem Fantasy Roman gehört es Valentin. Er hat es von seiner Mutter geerbt und zusammen mit Keziah lebt er dort.

Ich mag kaum in Worte fassen, wie wunderbar es dort ist. Bald ist es nun Jahr her, dass ich dort war. Und bald werde ich dort nie wieder hin können, denn das Haus wird saniert. Es gehört jemanden und dann ist es Privateigentum. Schade, dabei sollte so ein schöner Ort irgendwie immer still daliegen. Denn die Zeit bleibt hier stehen für einen Moment und du glaubst, an einem anderen Ort zu sein, fort von allem und jeden…

2. Schluss

Autor:

Schriftstellerin & Künstlerin

2 Kommentare zu „Das Ende des Meeres

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