Veröffentlicht in Allgemein, Blog, Schriftstellerin

Kritik

6. Begrüßung

ich muss gestehen, ich bin im Moment mehr als verwirrt. Es geht um das Thema „Kritik“. Wie wir Buchblogger kennen, auch Rezension so manches mal genannt. Ich habe an Halloween mein lektoriertes Manuskript wieder bekommen. Natürlich, wie es sich für ein erstes Buch handelt, mit ordentlich Kritik. Überwiegend schlechte, wobei ich das meiste nicht verstanden habe. Einzig aus dem Grund, es klang wie ein riesiges Lexikon aus Fremdwörtern und Fachwörtern. Ich habe eigentlich nicht unbedingt Probleme mit solchen Wörter, aber jene, habe ich nie zuvor gehört. Aber meine Freundin kannte sich sehr gut und hat mich aufgeklärt, so dass ich merkte „Ach die Fehler!“. Meine gängigen, die ich kenne und eigentlich bereits besprochen habe, besser zu machen.

Tagelang habe ich mich gequält und Angst gehabt und war deprimiert. Und dachte sogar ans Aufgeben, bis mich endlich meine Freundin aus dem schwarzen Loch heraus gezogen hat und mir die Augen öffnete. An jenem Tag bekam ich dann noch eine so wundervolle Nachricht von einer Testleserin, die mir schrieb: „Dein Schreibstil ist sehr schön. Detailliert und Bildgewaltig. Das mag ich, denn es lässt einen Abtauchen in diese Fantasy Welt. Die Figuren, die du erschaffen hast, gefallen mir auch sehr gut und ich bin wirklich gespannt, wie es weiter geht.“ Danach ging es mir noch besser.

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Und dann dachte ich, es ist wie bei unseren Rezensionen, liebe Buchblogger. Einen gefällt ein Buch, dem anderen wieder nicht. Zum Vergleich, als ich nicht wusste, ob ich das Lied der Krähen lesen sollte. Ich las dutzende Rezensionen und jeder sagte etwas anderes, der eine, es sei total langweilig, der andere, ohne die Vorgeschichte versteht man es und so weiter, und ich wiederum fand das Buch unglaublich spannend und auch ohne die Vorgeschichte zu verstehen. Und so zieht sich das durch viele andere Bücher ebenfalls.

Doch diese widersprüchlichen Aussagen verwirren einen selbst als Autor. Was soll man denken? Es zerreißt einen das Herz bei seiner eigenen Geschichte. Es ist nicht einfach. Dies ist der Grad, wo man sich bewusst machen muss, dass es verschiedene Geschmäcker gibt. Es gab auch noch andere Testleser, Freunde etc, die meine Geschichte mochten und wieder andere nicht. Es ist auch nicht schlimm, wenn jemand etwas nicht mag. Nur kommt es darauf an, wie man es sagt und das vergessen leider viele. Manche pflücken dein Werk auseinander wie eine Mandarine und zertreten jedes einzelne Stück. Und am Ende sagen sie, sie hätten es nur gut gemeint, damit man sich weiter entwickelt. Aber das ist Quatsch. Beleidigen, vor allem mit anderen Büchern vergleichen, ist das Schlimmste, was man einem Autor antun kann. Für manche Komplimente ganz nett gemeint, aber ein Vergleich ist eine todsünde. Tue es niemals! Damit verletzt man einen Autor, der stolz sein erstes Werk aus den Händen gibt und es danach mit gebrochenen Herzen zurück bekommt.

Versucht euch vorzustellen, ihr wärt dieser Autor. Wie würde es euch gehen? Zum Glück kam ich auch vernünftigte Kritik. Meine Freundinnen Saskia, Ella und Mandy haben es subjektiv gesehen, haben mir auf vernünftige Art Mängel, aber auch das Gute gezeigt, wodurch man (in dem Fall ich) besser wird. Nur gute Kritiken möchte man auch nicht, auch wenn es schon einige gab. Die Waage sollte es sein, so dass man weiß, wohin man will, was man seinem Werk verbessern muss. Kein einfacher Weg…

2. Schluss

Autor:

Schriftstellerin & Künstlerin

14 Kommentare zu „Kritik

  1. Ich finde es ist immer eine Sache, ob man für sich selbst und einen kleinen Kreis von Menschen schreibt oder für den Traum Autor/in zu werden. Im letzteren Fall sollte man sich Kritik tatsächlich zu Herzen nehmen, vorallem wenn sie wirklich objektiv gestaltet ist und nicht nur in der eigenen Meinung des Verfassers begründet ist. Und das möchte ich auch dir immer wieder nahelegen. Natürlich ist es schön Positives zu hören, kenne ich selbst, aber auch dort sollte man vielleicht manchmal differenzieren, selbstkritisch sein und sich überlegen ob dieses positive Feedback jetzt nur aus Freundschaft heraus resultiert oder ob es wirklich von Herzen kommt. Ich bin zwar schriftstellerisch nicht öffentlich aktiv, (die Einzige die mein Pseudo-Machwerk lesen durfte warst du 😂 zumindest hast du bis… na ja nichmal zur Hälfte durchgehalten und danach kein weiteres Interesse gezeigt was ja auch eine Art von Kritik ist, die mir Entscheidungshilfe sein kann) aber im zeichnerischen Bereicht bekomme ich sehr viel positives Feedback, bei dem ich dann manchmal/oft aber auch herauslese, dass es halt einfach nur „lieb gemeint“ ist.

    Wir haben ja viel über deine Geschichte gesprochen und das brauche ich hier nicht wiederholen aber ich wünsche dir, dass du den richtigen Weg für dich findest damit umzugehen. Ich weiß seine eigene Geschichte/sein eigens Werk möchte man sich nicht „kaputtreden“ lassen. Leider muss man das manchmal über sich ergehen lassen, wenn man veröffentlichen möchte und es ist dann keineswegs böse gemeint.

    Und dann steht man vor der Frage, tu ich das ganze nur für mich oder möchte ich es für andere tun, vielleicht aber auch von beidem etwas? Meine Entscheidung war klar „nur für mich“ und ich fände es schön wenn du deinen Weg findest.

    Liebe Grüße

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  2. Guten Morgen 🙂
    Ich verstehe dich sehr gut. Es ist nicht nur als Blogger oder Autor so, sondern auch als Hobby Schreiber. In meiner steigt der Fanfiktions habe ich extrem viel Kritik bekommen und die hat mir geholfen. Sicher, durch meine LRS werde ich nie die Anforderungen der meisten erfüllen, aber das will ich auch nicht.
    Mir war in erster Linie wichtig, dass meine Leser Spaß hatten und das war auch so.
    Bei meinen Blogsrtikeln ist das genauso, nur das so ich da wirklich jemanden habe der korrigiert denn wir wissen alle, Google sortiert aus 😅

    Mach dir keine Sorgen, wie du selbst sagst, nicht jeder mag das gleich Buch und ich bin froh drum, denn sonst hätte ich nichts zu kritisieren 😂

    Sich schreibe Kritik und ich bin ehrlich. Ich sage was mir nicht gefällt. Worauf ich achte? Den Autor nicht zu nah zu kommen. Er hat eine super Arbeit gemacht. Dennoch fehlen mir einige Dinge in der Geschichte oder aber mir gefiel sie nicht. Es kann viele Gründe haben.

    Beleidigen? Niemals. Hinter jedem Buch steckt ein Mensch. Das heißt, er hat Gefühle und daher bleibe ich sachlich und freundlich.

    Andere Blogger tun das nicht und das ist für mich selbst ein No-Go.

    Ich wünsche dir einen schönen Donnerstag,
    Lg Lea von leasbuchblog.de

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      1. Ich kenne die guten und die schlechten Seiten des bloggers wobei ich bei den schlechten immer Glück hatte. Während Kollegen beleidigt und bedroht wurden blieb ich immer verschont. Liegt vielleicht auch daran , dass ich eine zu kleine Reichweite habe 😏😉

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    1. Es kommt drauf an, wenn zb gesagt wird, deine Figur erinnert mich an die und die Figur, aber von der Autorin ist die Figur besser. Aber dabei kennst du zb die Figur gar nicht oder hast die andere Figur gar nicht beim entwickeln deiner Figur im Kopf gehabt. Das ist nicht schön. Bei mir ging es um ähnliches und anderes.

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  3. Kritik ist definitiv nicht einfach und ich gebe zu ich bin deutlich besser darin Kritik auszuteilen, als einzustecken. Zudem finde ich, dass es ein enormer Unterschied ist, ob man konstruktive Kritik abgibt, mit der man arbeiten kann oder ob es bloß blinde Aussagen sind, ohne diese zu festigen und zu begründen.
    Ich hoffe sehr, dass ich dir schon weiterhelfen konnte und es auch noch tun kann 🙂
    Niemals aufgeben! Immer wieder aufstehen!

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